Abgasskandal

Meilenstein für Diesel-Fahrer – VW ist schadensersatzpflichtig

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat in seinem aktuellen Urteil vom 25. Mai 2020 (VI ZR 252/19) entschieden, dass VW seine Kunden im Dieselskandal vorsätzlich sittenwidrig geschädigt hat. VW habe sowohl das Kraftfahrt-Bundesamt, das für die Zulassung der Fahrzeuge in Deutschland zuständig ist, als auch die Kunden arglistig getäuscht. Die Mindestanforderungen an das Verhalten im Rechts- und Geschäftsverkehr in Millionen von Fällen ignorierte der Konzern, so der BGH. Kein Kunde hätte ein Auto mit einer nicht funktionierenden Abgasreinigung erworben. Die Käufer können gegen Rückgabe des Fahrzeugs die Rückzahlung des Kaufpreises verlangen.

 

Bemerkenswert:

Sogar gebraucht erworbene Fahrzeuge, die nicht von VW-Vertragshändlern erworben wurden, können laut BGH zurückgegeben werden. Auch ein später vorgenommenes Softwareupdate ändere daran nichts.

 

Ein Sieg für die Verbraucherrechte

Das BGH-Urteil ist ein enorm positives Signal für die Verbraucher, da der BGH sich deutlich auf die Seite der Verbraucher gestellt hat. Betroffene sollten ihre Ansprüche nun im Wege einer Individualklage durchsetzen. Mit der BGH-Entscheidung herrscht nun Rechtsklarheit im VW-Dieselskandal: alle übrigen Gerichte orientieren sich an den Entscheidungen des höchsten Gerichts in Deutschland und Kläger können mit ähnlich verbraucherfreundlichen Urteilen rechnen. Auch andere Fahrzeughersteller, die die unzulässige Abschalteinrichtung verbaut haben, können in Anspruch genommen werden.

 

Wer profitiert von dem BGH-Urteil?

  1. Von dem Urteil profitieren alle Betroffenen, deren Klagen noch anhängig sind, bundesweit über 60.000.
  2. Ferner alle, die den Vergleich in der Musterfeststellungsklage nicht angenommen haben oder die vom Vergleich in der Musterfeststellungsklage ausgenommen waren.
  3. Auch wer bislang noch nichts unternommen haben, kann von dem BGH-Urteil noch profitieren. Ggf. ist eine Verjährung der Anprüche noch nicht eingetreten, eine ungeklärte Rechtslage kann den Beginn der dreijährigen Verjährungsfrist hinausschieben. 

 

Ihre Vorteile einer Individualklage:

  • Entschädigung bzw. Rückzahlung des Kaufpreises
  • Rückgabe des Fahrzeugs, auch Gebrauchtwagen
  • Ggf. Anrechnung einer Nutzungsentschädigung (geringer als der Wertverlust)
  • Vermeidung von Fahrverboten und Stilllegungen

 

In 3 Schritten mit dem richtigen Plan zum Erfolg

1. Prüfen & beraten

Wir beraten Sie in einem Erstgespräch kostenfrei und erklären Ihnen, wie Sie das verbraucherfreundliche BGH-Urteil für sich nutzen können. Durch unsere kostenfreie Rechtsberatung erhalten Sie eine risikolose Einschätzung, ob sich ein Vorgehen gegen den Autohersteller lohnt und wie die Erfolgsaussichten sind.


2. Ansprüche geltend machen

Wir machen Ihre Ansprüche auf Schadensersatz gegenüber dem Fahrzeughersteller geltend. Sofern Sie eine Rechtsschutzversicherung haben, übernimmt diese grundsätzlich die Kosten für Ihre rechtliche Vertretung. Sie haben damit kein Kostenrisiko.

 

3. Verhandeln und Durchsetzen

Die Autohersteller widersetzen sich in der Regel zunächst den Forderungen ihrer Kunden. Erst wenn sie mit der Rechtslage durch spezialisierte Kanzleien konfrontiert werden, kommen erfahrungsgemäß Vergleichsverhandlungen in Gang. Wir führen für Sie die Vergleichsverhandlungen und holen das bestmögliche Ergebnis für Sie heraus. Falls ein Vergleich nicht zustande kommt oder wirtschaftlich für Sie nicht rentabel ist, setzen wir Ihre Forderung gerichtlich für Sie durch.

 

Profitieren Sie von der über 20-jährigen Erfahrung der Kanzlei plan C auf dem Gebiet des Bank- und Kapitalmarktrechts und des Verbraucherrechts. Die spezialisierte Kanzlei hat bereits zahlreiche Dieselfahrer erfolgreich vertreten und konnte auch schon oft im Verhandlungswege erreichen, dass die PKW-Käufer eine Entschädigung erhalten und trotzdem das Fahrzeug behalten dürfen.

 

Nutzen Sie Ihre Chance und setzen Sie Ihre Rechte gegen die Autohersteller mit uns durch.