Rückforderung von Ausschüttungen

Hiobsbotschaft: Erst Totalverlust und dann noch Rückforderungen
Wehren Sie sich!

Befindet sich Ihr geschlossener Fonds in der Krise, haben Sie wahrscheinlich bereits große finanzielle Verluste erlitten, da prognostizierte Ausschüttungen nur teilweise oder gar nicht erfolgt sind oder möglicherweise sogar einen Totalverlust erlitten. Umso härter trifft Sie die Hiobsbotschaft, dass die erhaltenen Ausschüttungen von Ihnen zurückgefordert werden. Oftmals werden erst nach vielen Jahren, wenn etwa die Fondsgesellschaft ein Sanierungskonzept durchsetzen möchte oder ein Insolvenzverfahren über den Fonds eröffnet wurde, Ausschüttungen von den Anlegern zurückgefordert. Die meisten Anleger rechnen nicht damit, dass erhaltene Ausschüttungen wieder zurückgefordert werden (können). 

 

Ausschüttungen sind oft keine Gewinne

Schüttet ein geschlossener Fonds über viele Jahre aus, gehen viele Anleger davon aus, dass der Fonds prospektgemäß gut läuft. Die Zahlung von Ausschüttungen bedeutet aber gerade nicht, dass der Fonds wirtschaftlich erfolgreich ist. Die Ausschüttungen, die viele Anleger vermeintlich mit Gewinnen gleichsetzen, erfolgen oft aus den Einlagen der Gesellschafter. Die Anleger haben mit den Ausschüttungen also lediglich ihr eingezahltes Kapital zurückerhalten. 

 

Haftung lebt wieder auf

Grundsätzlich haftet ein Kommandit den Gesellschaftsgläubigern gegenüber begrenzt mit der Höhe seiner Einlage. Werden Ausschüttungen aber nicht aus Gewinnen bezahlt, handelt es sich bei der Auszahlung an den Gesellschafter um eine Rückzahlung seiner Einlage. Dies führt zu einem Wiederaufleben der Haftung nach § 172 Abs. 4 HGB.

 

Prüfen Sie die Rechtmäßigkeit der Zahlungsforderung

Wurden auch Sie mit einer sehr kurz bemessenen Frist zur Rückzahlung von Ausschüttungen aufgefordert?  Die Fondsgesellschaften bzw. Insolvenzverwalter üben oftmals enormen Druck auf die Anleger zur Zahlung auf. Lassen Sie sich nicht überrumpeln und zahlen Sie die Forderungen keinesfalls ungeprüft. Die Zahlungsforderungen der Gesellschaften oder Insolvenzverwalter zur Rückzahlung von Ausschüttungen sind oft nicht (oder nicht in voller Höhe) berechtigt und durchsetzbar. Wir können den Forderungen häufig erfolgreich Einwendungen entgegensetzen. So prüfen wir für Sie, ob die Ausschüttungen durch Gewinne gedeckt waren und ob der Gesellschaftsvertrag Regelungen über die Rückforderung von Ausschüttungen beinhaltet. Nach dem BGH ist eine Rückforderung nicht zulässig, wenn diese im Gesellschaftsvertrag nicht klar geregelt ist. Zudem prüfen wir, ob der Fonds oder Insolvenzverwalter die Forderungen substantiiert im Einzelfall belegen kann oder die Rückforderung überhaupt nicht durchsetzbar ist, weil bereits Verjährung eingetreten ist. Wir prüfen auch, ob beispielsweise mit Ihren eigenen Schadensersatzansprüchen aufgerechnet werden kann.  

 

Mit dem richtigen Plan in 3 Schritten zum Erfolg

1. Prüfen & beraten

Wir überprüfen für Sie das Rückforderungsverlangen der Gesellschaft bzw. des Insolvenzverwalters. Durch unsere Rechtsberatung erhalten Sie eine Einschätzung, ob der Rückforderung Einwendungen entgegengesetzt werden können und ob Sie sich gegen die Forderung erfolgreich wehren können.

 

2. Abwehr der Forderung

Sind wir zu dem Ergebnis gekommen, dass die Forderung zu Unrecht betrieben wird und gute Erfolgsaussichten für eine Abwehr bestehen, verteidigen wir Sie gegenüber der Gesellschaft bzw. dem Insolvenzverwalter. Wir tragen alle maßgeblichen Verteidigungsmöglichkeiten vor, um Sie vor der Rückzahlung ganz oder zumindest teilweise zu bewahren. Sofern Sie eine Rechtsschutzversicherung haben, übernimmt diese in den meisten Fällen die Kosten für Ihre rechtliche Vertretung. Sie übernehmen in der Regel auch dann die Kosten, wenn die Versicherung zum Zeitpunkt des Beitritts zum Fonds noch nicht bestanden hat. 

 

3. Verhandeln und Durchsetzen

Die Fondsgesellschaften bzw. Insolvenzverwalter zeigen sich in der Regel den Anlegern gegenüber nicht kompromissbereit, wenn es um die Rückforderung von Ausschüttungen geht. Erst wenn sie mit der Rechtslage durch spezialisierte Kanzleien konfrontiert werden, können erfahrungsgemäß Vergleichsverhandlungen in Gang kommen. Wir konnten schon öfter außergerichtliche Vergleiche schließen und damit die geltend gemachten Forderungen erheblich reduzieren. Wir führen für Sie die Vergleichsverhandlungen und holen das bestmögliche Ergebnis für Sie heraus. Falls ein Vergleich nicht zustande kommt oder wirtschaftlich für Sie nicht rentabel ist und die Gesellschaften bzw. Insolvenzverwalter die Forderung gerichtlich geltend machen, vertreten wir Sie im Klageverfahren und wehren die Forderung, wenn möglich, ab. Profitieren Sie von der über 20-jährigen Erfahrung der Kanzlei plan C auf dem Gebiet des Bank- und Kapitalmarktrechts. Wir haben bereits zahlreiche Anleger gegenüber Fondsgesellschaften und Insolvenzverwaltern vertreten und dabei unterstützt, geltend gemachte Forderungen abzuwehren und somit die bereits eingetretenen Verluste so gering wie möglich zu halten.

 

Wehren Sie sich und lassen Sie die Rechtmäßigkeit der Forderung von uns überprüfen.